"Die Anschläge vom 11. September 2001 haben auch im Vatikan zu neuen Sicherheitskonzepten geführt, so u. a. zu einer „Unità Antisabotaggio“ (Antiterroreinheit). In sie wurde die Gendarmerie federführend eingebunden. Das Quartier der Vatikanpolizei beim St.-Anna-Tor birgt eine hochmoderne Überwachungszentrale. Auf über fünfzig Monitoren können die Beamten fast jeden Winkel des Kirchenstaates beobachten; Videokameras erfassen alle Personen, die den Vatikanstaat betreten oder verlassen. Die Anlage ist fähig Verdächtige in Echtzeit zu scannen und von ihnen umgehend digitale Bilder anzufertigen. Die vatikanischen Ordnungshüter wurden zudem mit einem der modernsten tragbaren digitalen Kommunikationssysteme ausgestattet. Um sich gegen den internationalen Terrorismus zu schützen, möchte sich der Vatikan auch dem „Schengen-Abkommen“ anschließen, das nicht nur die Grenzkontrollpraxis regelt, sondern auch einen intensiveren Informations- und Planungsaustausch über polizeiliche Erkenntnisse und Personenschutz behandelt.
Das notwendige Zusammenspiel von Schweizergarde und Gendarmerie ließ in der Vergangenheit zu wünschen übrig. Das Verhältnis zueinander ist auch in unseren Tagen nicht ganz ungetrübt. Gründe dafür sind in der Geschichte zu finden oder erklären sich durch Kompetenzstreitigkeiten. Nicht vergessen darf man, dass beide Korps verschiedene „Dienstherren“ haben: Die Päpstliche Schweizergarde ist eine Institution des Heiligen Stuhles und vom Staatssekretariat abhängig, das Gendarmeriekorps ist eine Einrichtung des Vatikanstaates und untersteht der Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt."
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zenit.org.