Watsons Sixtinische Auktion - Leseeindruck
Der Einstieg mit dem Erdbeben in Foligno ist ja gekonnt, aber was bitte sind "Säulen rot wie Blutorangen"?
Sind sie orange mit vereinzelten roten Tüpfeln?
Und natürlich ist der neue amerikanische Papst ein ganz moderner. Priesterehe, Geburtenregelung, Scheidung, das wird er alles ganz frisch angehen, locker, amerikanisch eben.
Hm.Jetzt bin ich mal gespannt, wie Watson mich "meisterhaft in die Geheimdiplomatie des Vatikans einweihen" (Klappentext) wird.
Update: Wenn er sich dabei so anstellt wie bei der Beschreibung vatikanischer Räumlichkeiten, dann weiß ich nicht, ob ich ihm folgen werden kann.
"Jetzt geleitete die Nonne David in einen unglaublich langen Gang; er mochte wohl an die 140 Meter sein." Deutsch?
"Die Galerie bestand aus einer wahren Flucht von Räumen, die alle hintereinander lagen und durch die Verbindungstüren konnte man von einem Ende bis zum anderen schauen."
Das macht eigentlich wahre Fluchten auch aus. Die Räume liegen alle hintereinander. Man kann selbstverständlich, wenn es sich um eine Flucht handelt, von einem Ende zum anderen schauen, allerdings nicht durch die Türen hindurch. Lektoriert man bei Econ & List eigentlich noch?
"Er war natürlich schon einmal hier gewesen." Gut, aber eine Seite vorher steht, er war noch nie im Vatikanstaat. Isser jetzt also wieder draußen? Nee, er trifft tatsächlich IN einer vatikanischen Pinakothek auf den Papst, der nicht nur nach teurer Seife, sondern auch noch nach Eau de Cologne riecht.
Also wenn ich diese Infos schon brauche, dann wollen wir es aber genau wissen.
Das Problem sind die Blutorangen. Das war der erste Schnitzer, und dann fallen einem unwillkürlich immer mehr auf.
Update: SCHÖN! Jetzt kommt noch ein Tsunami auf den Marquesas. Bei den Katastrophen ist Watson wirklich gut.
Bei den Kunstauktionen auch, die verschiedenen Versteigerungen von vatikanischen Kunstwerken lesen sich sehr spannend. Auch beim furiosen Finale hat er nicht gespart.
Was auf Dauer nur etwas fade wird ist diese Erzähltechnik im Zeitraffer, lange Strecken einfach nur Zusammenfassungen von Ereignissen, dazwischen ein Telefondialog.
Und schließlich wird der amerikanische Papst, der eh zu liberal ist, auch noch abgesetzt. Auf den letzten Seiten des Buches haben wir dann das schöne Prinzip von Papst und Gegenpapst, mit dem Anti-Vatikan in Rio de Janeiro.
Das ist dann auch mal was andres.
Sind sie orange mit vereinzelten roten Tüpfeln?
Und natürlich ist der neue amerikanische Papst ein ganz moderner. Priesterehe, Geburtenregelung, Scheidung, das wird er alles ganz frisch angehen, locker, amerikanisch eben.
Hm.Jetzt bin ich mal gespannt, wie Watson mich "meisterhaft in die Geheimdiplomatie des Vatikans einweihen" (Klappentext) wird.
Update: Wenn er sich dabei so anstellt wie bei der Beschreibung vatikanischer Räumlichkeiten, dann weiß ich nicht, ob ich ihm folgen werden kann.
"Jetzt geleitete die Nonne David in einen unglaublich langen Gang; er mochte wohl an die 140 Meter sein." Deutsch?
"Die Galerie bestand aus einer wahren Flucht von Räumen, die alle hintereinander lagen und durch die Verbindungstüren konnte man von einem Ende bis zum anderen schauen."
Das macht eigentlich wahre Fluchten auch aus. Die Räume liegen alle hintereinander. Man kann selbstverständlich, wenn es sich um eine Flucht handelt, von einem Ende zum anderen schauen, allerdings nicht durch die Türen hindurch. Lektoriert man bei Econ & List eigentlich noch?
"Er war natürlich schon einmal hier gewesen." Gut, aber eine Seite vorher steht, er war noch nie im Vatikanstaat. Isser jetzt also wieder draußen? Nee, er trifft tatsächlich IN einer vatikanischen Pinakothek auf den Papst, der nicht nur nach teurer Seife, sondern auch noch nach Eau de Cologne riecht.
Also wenn ich diese Infos schon brauche, dann wollen wir es aber genau wissen.
Das Problem sind die Blutorangen. Das war der erste Schnitzer, und dann fallen einem unwillkürlich immer mehr auf.
Update: SCHÖN! Jetzt kommt noch ein Tsunami auf den Marquesas. Bei den Katastrophen ist Watson wirklich gut.
Bei den Kunstauktionen auch, die verschiedenen Versteigerungen von vatikanischen Kunstwerken lesen sich sehr spannend. Auch beim furiosen Finale hat er nicht gespart.
Was auf Dauer nur etwas fade wird ist diese Erzähltechnik im Zeitraffer, lange Strecken einfach nur Zusammenfassungen von Ereignissen, dazwischen ein Telefondialog.
Und schließlich wird der amerikanische Papst, der eh zu liberal ist, auch noch abgesetzt. Auf den letzten Seiten des Buches haben wir dann das schöne Prinzip von Papst und Gegenpapst, mit dem Anti-Vatikan in Rio de Janeiro.
Das ist dann auch mal was andres.
ElsaLaska - 12. Dez, 21:55


